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So wird der Preis eines Straußes berechnet
Beim Floristen hat die Rechnung einen Schritt, den die anderen Branchen nicht haben: den Verlust. Zuerst schlägt man auf den Einkaufspreis der Blumen auf, die nie verkauft werden, und erst danach wendet man den Koeffizienten an.
EinkaufspreisSumme, für jede Zeile, aus Menge × Einzel-Einkaufspreis netto
Um den Verlust erhöhter PreisEinkaufspreis × (1 + Verlustquote ÷ 100)
Nettoverkaufspreiserhöhter Preis × Koeffizient
Empfohlener BruttopreisNettoverkaufspreis × (1 + MwSt.-Satz ÷ 100)
Erzielte Marge (netto)Nettoverkaufspreis − erhöhter Preis
Was jeder Begriff bedeutet
- Einkaufspreis
- Der netto an Großhändler oder Erzeuger gezahlte Preis: Stiele, Grün und Blattwerk, aber auch Band, Papier, Steckschaum, Vase oder Gefäß. Vergessenes Material ist ebenso viel verschenkte Marge.
- Verlust (oder Ausschuss)
- Der Anteil des Einkaufs, der nie verkauft wird: unverkaufte Ware am Wochenende, beschädigte Stiele, zu schnell aufgegangene Blüten. Bei Schnittblumen liegt er oft bei 10 bis 20 % des Einkaufs. Man schlägt ihn auf den Einkaufspreis auf, bevor der Koeffizient kommt – sonst ist die angezeigte Marge falsch.
- Koeffizient
- Der Multiplikator, der auf den erhöhten Preis angewendet wird. Im Laden sind ×2 bis ×2,5 auf Schnittblumen üblich, bis zu ×3 auf Material. Er ist nichts Luxuriöses: Er bezahlt die Kühlung, das Wasser, das Reinigen der Stiele und Ihre Steckzeit.
- MwSt.
- In Frankreich unterliegen Schnittblumen und Zierpflanzen dem ermäßigten Satz von 10 %; einzeln verkaufte Objekte und Gefäße (Vasen, Kerzen, Deko) bleiben bei 20 %. Ein gemischtes Gesteck kann also zwei Sätze vereinen.
Ein Rechenbeispiel: ein Rundstrauß aus zehn Rosen
Zehn Rosen, etwas Grün, eine sorgfältige Verpackung. Das sind die vorausgefüllten Werte des Rechners.
- Rosen: 10 Stiele zu 1,00 € netto10 × 1,00 = 10,00 €
- Grün & Blattwerk= 2,00 €
- Band & Papier= 1,00 €
- Einkaufspreis10,00 + 2,00 + 1,00 = 13,00 €
- Verlust 20 %13,00 × 1,20 = 15,60 €
- Koeffizient 2,515,60 × 2,5 = 39,00 € netto
- Erzielte Marge39,00 − 15,60 = 23,40 €
- MwSt. 10 %39,00 × 1,10 = 42,90 € brutto
42,90 € brutto in der Auslage, bei 23,40 € Bruttomarge auf die Kreation.
Diese 23,40 € sind kein Gewinn: Sie bezahlen Ihre 15 bis 20 Minuten Steckzeit, die Kühlung, das Wasser, das Reinigen der Stiele, die Ladenmiete. Auf die aufgewendete Zeit umgerechnet sind das rund 70 € pro Werkstattstunde vor Kosten – also ein anständiger Lohn, sobald Räume und Kosten bezahlt sind, kein Vermögen. Es ist der Koeffizient, der diesen Strauß tragfähig macht, nicht der Preis der Rosen: Bei Koeffizient 2 fällt derselbe Strauß auf 31,20 € netto und die Marge auf 15,60 €. Die App Preis eines Blumenstraußes berechnen macht diese Rechnung für jede Kreation und zeigt den tatsächlich erreichten Koeffizienten.
FAQ
Straußpreis: häufige Fragen
Koeffizient, Verlust, Steckzeit: die Richtwerte des Ladens.
Wie berechnet man den Verkaufspreis eines Straußes?
Addieren Sie den Netto-Einkaufspreis der Stiele, des Grüns und des Materials, schlagen Sie Ihre Verlustquote auf, multiplizieren Sie dann mit Ihrem Koeffizienten und fügen Sie die MwSt. hinzu. Beispiel: 13 € Einkauf, um 20 % Verlust erhöht, ergeben 15,60 €; bei Koeffizient 2,5 sind das 39 € netto, also 42,90 € brutto bei 10 % MwSt. Prüfen Sie anschließend, dass die erzielte Marge auch Ihre Steckzeit deckt.
Welchen Multiplikator-Koeffizienten wendet man beim Floristen an?
Der übliche Koeffizient liegt bei 2 bis 2,5 auf den Netto-Einkaufspreis von Schnittblumen und kann bei Material und Kleinteilen bis auf 3 steigen. Das ist keine Komfortmarge: Er muss Verlust, Kühlraum, Wasser, Reinigen und Entblättern der Stiele, das Stecken und die Beratungszeit auffangen. Unter 2 trägt ein Laden mit Miete und Angestelltem seine Kosten nicht.
Wie rechnet man Verlust und Ausschuss in die Preise ein?
Erhöhen Sie den Einkaufspreis um die Verlustquote, bevor Sie den Koeffizienten anwenden: Eine für 1 € gekaufte Rose mit 15 % Verlust wird auf 1,15 € gerechnet. Bei Schnittblumen liegt der Verlust oft bei 10 bis 20 % des Einkaufs – mehr nach einer schwachen Woche oder einer schlecht kalkulierten Bestellung. Den Bestand zu verfolgen, um diese Quote von 20 auf 12 % zu senken, ist direkte Marge, ohne einen einzigen Verkaufspreis anzurühren.
Wie rechnet man die Steckzeit ab?
Die Steckzeit fließt in die Selbstkosten ein, genau wie die Blumen: aufgewendete Minuten × Ihr Stundensatz inkl. Abgaben. Das unterscheidet einen Ladenstrauß von einem Supermarktbund, und das muss sich im Preis zeigen. Für Events – Hochzeit, Trauer, Dekoration – fügen Sie dem Angebot die Vorbereitung, den Transport, den Aufbau vor Ort und den Abbau hinzu, die oft schwerer wiegen als die Blumen selbst.
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